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Pressemitteilung:

18. Januar 2016

Lisa Gnadl: Unerlaubter Waffenbesitz bei früherem NPD-Landesvorsitzenden Krebs ist besorgniserregend

Rechtsextremismus

Die stellvertretende Vorsitzende und für den Bereich Rechtsextremismus zuständige Sprecherin des SPD-Landtagsfraktion Lisa Gnadl hat sich äußerst besorgt über den Waffenfund bei dem Stadtverordneten und früheren NPD-Landesvorsitzenden Jörg Krebs gezeigt, den eine Recherche des hr-Magazins defacto öffentlich machte . „Es ist nicht nachvollziehbar, wie ein früherer NPD-Funktionär unerlaubt Waffen besitzen kann und dies zunächst unentdeckt blieb. Die Waffe wurde lediglich zufällig bei einer Hausdurchsuchung aufgrund eines Ermittlungsverfahrens zur Verwendung verbotener Nazi-Kennzeichen gefunden“, sagte Gnadl am Montag in Wiesbaden.

Krebs werbe seit seinem Austritt aus der NPD offen für die militant-rechtsextreme Partei „Der dritte Weg“. „Dieser Rechtsextremist sympathisiert öffentlich mit einer Partei, der nachgesagt wird, in Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte verstrickt zu sein. Es muss unbedingt geklärt werden, woher diese Schusswaffe stammt, um auszuschließen, dass noch mehr Schusswaffen in die falschen Hände geraten“, warnte Gnadl vor der Gefahr, die von bewaffneten Neonazis ausgeht.

„Spätestens seit den von der rechten Terrorzelle NSU begangenen Morden ist die Gefahr, die von bewaffneten Neonazis ausgeht, deutlich geworden. Danach kündigte die hessische Landesregierung an, dass sie den Schusswaffenbesitz in der rechtsextremen Szene verhindern wolle. Jedoch ist bislang nichts passiert. Insbesondere die Zahl der legalen Schusswaffen bei Rechtsextremisten ist seit 2012 von 14 auf 90 gestiegen. Die hessische Landesregierung muss endlich reagieren und konsequent gegen den Waffenbesitz bei Rechtsextremen vorgehen“, so die SPD-Politikerin.

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