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Pressemitteilung:

05. Februar 2016

Thorsten Schäfer-Gümbel unterstützt das Projekt Wohnen unter Freunden

Besonderes Engagement

Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und hessische Landes- und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel widmet seine Facebook-Aktion für besonderes gesellschaftliches Engagement in dieser Woche dem Projekt Wohnen unter Freunden in Gießen. „Es muss für Menschen mit Behinderung selbstverständlich werden, eigenständig zu entscheiden, wo, wie und mit wem sie wohnen wollen. Das inklusive Wohnprojekt in Gießen will genau dies ermöglichen und leistet wertvolle Arbeit in diesem Bereich", sagte Schäfer-Gümbel am Freitag.

Jede Woche stellt Schäfer-Gümbel auf seiner Facebook-Seite ein anderes bürgerschaftliches Projekt vor und wirbt für dessen Unterstützung (www.facebook.com/thorstenschaeferguembel).

„Wohnen unter Freunden - Inklusives Wohnprojekt Gießen e.V.“ ist eine Idee aus Erfahrungen, Wünschen und Träumen von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der evangelischen Behindertenseelsorge in Gießen, einer Elterngruppe von betroffenen Jugendlichen sowie interessierten Menschen, die mit unterschiedlichen Altersgruppen von Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen arbeiten.
Der Plan sieht vor, dass die inklusive Wohnanlage durch die spezielle Lebenssituation von Menschen mit Behinderung inspiriert werden soll. Menschen mit Behinderungen können ihr Leben inklusiv gestalten, wenn entsprechende unterstützende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Im Erwachsenenalter gehört dazu auch eigenständiges Wohnen. Für Menschen mit Behinderung, die häufig „rund um die Uhr Betreuung“ brauchen, sind die Wohnmöglichkeiten bisher hauptsächlich auf stationäre Angebote, Heime und betreutes Wohnen ausgerichtet.

In der Wohnanlage sollen Menschen mit und ohne Behinderungen, Senioren, Singles und junge Familien wohnen, die gemeinsam entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse, Interessen und Fähigkeiten gleichberechtigt ihr Zusammenleben organisieren und einen verbindlichen Beitrag für das Zusammenleben leisten. Im Sinne eines inklusiven Leitbildes sind alle eingebunden in die Organisation der Wohngemeinschaft.

Die für die Gemeinschaft organisatorisch zu bewältigende Tagesstruktur ist in verschiedene Blöcke unterteilt, die durch die Bewohner, die hauptamtlichen Kräfte sowie durch Jugendliche und junge Erwachsene im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres zu bewältigen sind.

So genannte unentlohnte Dienste oder Hausarbeiten wie zum Beispiel Putzdienste, Kochen oder Einkaufen werden von allen Bewohnern für die Gemeinschaft geleistet. Bewohner, die aufgrund ihrer Behinderung Unterstützung benötigen, erhalten diese durch ihre Persönliche Assistenz oder können sie als entlohnte Dienste bei Mitbewohnern einkaufen.

Im Wohngebiet eingeplant ist ein „Pflege- und Betreuungsstützpunkt“, bei dem man auch spontan Hilfe finden kann. Hier gibt es Unterstützung, wenn sie unvorhergesehen nötig ist. Ferner können hier auch wohninterne Leistungen eingekauft werden.

Durch die Organisation des Zusammenlebens erhalten alle die Möglichkeit teilzuhaben und sind aufgefordert, etwas für die Gemeinschaft in der Wohnanlage beizutragen. Die Wohngemeinschaft wird so zu einem Erfahrungsfeld im Zusammenleben mit anderen Menschen und ermöglicht allen Bewohnern Lernprozesse im Sinne von Persönlichkeitsentwicklung.

Zur Umsetzung und Finanzierung werden noch Investoren gesucht und die Zusammenarbeit mit der Stadt Gießen angestrebt. Gebraucht wird ein Bauplatz in der Größe von 5000 m² mit Stadtbusanbindung und guter Infrastruktur für circa 50 Wohneinheiten.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.wohnenunterfreunden.de



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