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Wiesbaden, 22. Februar 2016

Christoph Degen: Landesregierung muss Notbremse bei den Stundenkürzungen ziehen

Gymnasien

Die anhaltenden Proteste zu den Stundenkürzungen an Schulen und die heutige Berichterstattung in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kommentiert der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Christoph Degen heute wie folgt:

„Die SPD-Fraktion steht hinter dem Eltern-, Schüler- und Lehrerverbänden, die eine Rücknahme der Stundenkürzungen an Schulen in Hessen fordern. Auch wir halten die von der Landesregierung vorgenommenen und noch geplanten Kürzungen bei den Zuweisungsstunden für die Oberstufe für falsch. Die Kürzungen schränken das Kursangebot in der gymnasialen Oberstufe an vielen Schulen erheblich ein und sie verringern durch größere Kurse auch die Lernqualität und damit die Bildungschancen der Kinder. An den Grundschulen führt sie zu einer massiven Einschränkung der Förderung, insbesondere für benachteiligte Schülerinnen und Schüler. Sowohl in der Grundschule wie in der Oberstufe ist Chancengleichheit wichtig.

Deshalb haben wir in den Haushaltsberatungen von der Landesregierung eine Rücknahme der Kürzungen gefordert und entsprechende Anträge gestellt. Diese wurden von der Koalition jedoch abgelehnt.

Der Ausbau der Ganztagsschulangebote wie auch die Aufstockungen beim inklusiven Unterricht oder bei den Deutschfördermaßnahmen sind wichtige Schritte, die lange überfällig waren. Schulformen dürfen aber nicht gegeneinander ausgespielt werden, indem Verbesserungen in einem Bereich mit Verschlechterungen, in einem anderen erzwungen werden. Die Kürzungen mit Worten wie „Umlenkung“ und „Umschichtung“ zu bezeichnen, ist eine Beschönigung.

Die SPD-Fraktion erwartet konstruktive Lösungsvorschläge der Regierung, wie die Situation an den Schulen zügig entschärft und verbessert werden kann. Die G8-Generation hat schon genug unter der CDU-Bildungspolitik gelitten.“

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