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Pressemitteilung:

26. Februar 2016

Günter Rudolph: Zeuge behauptet, dass Temme die Schüsse am Tatort gehört haben muss

UNA 19/2 NSU

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion Günter Rudolph hat die heutige Zeugenvernehmung des ehemaligen V-Mannes Benjamin Gärtner wie folgt kommentiert:

„Irritierend war an den Aussagen des Zeugen Gärtner, dass dieser sich an die Deutsche Partei zunächst überhaupt nicht erinnern wollte und erst auf massive Vorhalte hin äußerte, dass er sie vielleicht kennen würde. Darüber hinaus wollte sich der Zeuge an seine Mitgliedschaft in der Deutschen Partei und seine Berichte über diese an Andreas Temme überhaupt nicht mehr entsinnen.

Es ist absolut unglaubhaft, dass sich der Zeuge an seine Berichte an Andreas Temme über Jahre hinweg nicht erinnert. Entweder sagt er nicht die Wahrheit oder die Berichte über Treffen von Seiten Temmes für die Jahre 2004 und 2005 sind gefälscht.

Darüber hinaus ist bemerkenswert, dass der Zeuge berichtete, dass Andreas Temme bei seinem letzten Treffen am 10. April 2006 ungewöhnlich nervös gewesen sei. Der Zeuge habe dies daran fest gemacht, dass Temme kaum Fragen gestellt habe und sich kaum etwas notiert habe. Außerdem habe der Zeuge seinen V-Mann Führer konkret nach dem Mord gefragt, wobei dieser dann gestottert habe.

In diesem Zusammenhang hat der Zeuge auch ausgesagt, dass er erhebliche Zweifel daran gehabt habe, dass Andreas Temme die Schüsse im Internetcafé nicht gehört habe. Aus eigener Anschauung bei der Bundeswehr wusste er zu berichten, dass dies kaum zu glauben sei.

Schließlich halten wir es für äußerst bedenklich, dass Benjamin Gärtner damals als V-Mann durch Andreas Temme tiefer in die rechtsextreme Szene geführt worden sein soll, obwohl er nach eigenen Angaben aussteigen wollte.“







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