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Pressemitteilung:

09. Juni 2017

Heike Hofmann: Justizministerin lässt Nachwuchs-Juristen im Regen stehen

Juristische Staatsprüfungen

Als „inakzeptabel“ hat die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und rechts- und justizvollzugspolitische Sprecherin Heike Hofmann die aktuellen Zustände rund um die juristische Staatsprüfung in Hessen bezeichnet. Seit diesem Semester werden angehende Juristinnen und Juristen in vielen Fällen nicht mehr an den eigenen Hochschulen geprüft.

Hofmann sagte dazu am Freitag in Wiesbaden: „Die Studierenden monieren zu Recht die Ungleichbehandlung im Verfahren mit einer Petition, die im Übrigen bereits von 2000 Studentinnen und Studenten unterschrieben wurde. Wer einmal eine juristische Staatsprüfung abgelegt hat, der weiß welchem Leistungsdruck und welchem Stress man dadurch ausgesetzt ist. Nun einigen Prüflingen zuzumuten, auf eigene Kosten zur Ableistung der Prüfung durch ganz Hessen reisen müssen, vorab kostspielige Hotelbuchungen vorzunehmen oder am Tag der Prüfung auf ein staufreies Hessen oder pünktliche Züge zu hoffen, um rechtzeitig am im Zweifel weit entfernten Prüfungsort anzukommen, ist schlichtweg ungerecht. Besonders, wenn anderen Prüflingen nach wie vor die Möglichkeit bleibt am eigentlichen Studienort geprüft zu werden.“

Hofmann hält insofern auch die vom Justizprüfungsamt vorgeschlagene Evaluation des Verfahrens im Sommer 2017 für „nicht ausreichend“. „Es ist schon jetzt erkennbar, dass dieses Verfahren zu Ungerechtigkeiten führt und damit zum Scheitern verurteilt ist. Wir fordern die Justizministerin auf, hiervon schnellstmöglich wieder Abstand zu nehmen“, sagte die Abgeordnete.

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