HESSEN PORTAL
SPD LANDESVERBAND HESSEN
Titel des Claims

Pressemitteilung:

30. August 2017

Wolfgang Decker: Gezielte Förderung von Weiterbildung notwendig

Bildungsurlaubsgesetz

In der gestrigen ersten Lesung des Gesetzentwurfes der Landesregierung für ein hessisches Bildungsurlaubsgesetz hat sich der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Wolfgang Decker, für eine gezielte Förderung von Weiterbildung in Hessen ausgesprochen.

Decker sagte dazu in der Landtagsdebatte in Wiesbaden: „Der Bildungsurlaubsbericht der Landesregierung hat deutlich gemacht, dass die Weiterbildung sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite in den vergangenen Jahren zum Teil deutlichen Schwankungen unterlag. Wir haben deshalb eine tiefergehende Studie angeregt, die Aufschluss darüber geben soll und gleichzeitig Grundlage für eine Kampagne zur gezielten Förderung der Weiterbildung wäre. Darüber hinaus wäre ein Blick über die Landesgrenze in andere Bundesländer sicherlich sinnvoll und hilfreich. Das zunehmende Desinteresse am Geschehen im öffentlichen Leben und an gesellschaftlichen Entwicklungen muss den politisch Verantwortlichen Sorge bereiten, auch der Landesregierung. Es ist auch Aufgabe des Staates, künftig noch stärker dafür Sorge zu tragen, dass das Interesse zur Teilnahme am öffentlichen Leben wieder gesteigert wird. Das betrifft nicht nur das berufliche Umfeld, sondern gerade auch die politische und gesellschaftspolitische Bildung, das Gemeinwohl und das ehrenamtliche Engagement. In dieser Kampagne sollte die Regierung auch ausdrücklich für die Inanspruchnahme für Bildungsurlaub werben, da viele Beschäftigte sich gegenüber ihrem Arbeitgeber einfach nicht trauen. Zum Gesetzentwurf gibt es eine Reihe von Änderungsvorschlägen von etlichen Institutionen. Neben den im Ehrenamt tätigen sollten auch kommunalpolitisch ehrenamtlich Tätige einen Anspruch erhalten. All diese Punkte und Überlegungen müssen in einer mündlichen Anhörung mit den Betroffenen besprochen werden.“

Der Bildungsurlaubsbericht habe ergeben, dass die Quote der Veranstaltungen der Jugendbildungsträger erstaunlich niedrig gewesen sei. Eine weitere Auffälligkeit hätte darin bestanden, dass viele Veranstaltungsteilnehmer nicht von ihrem Recht auf Bildungsurlaub Gebrauch gemacht hätten. Aufhorchen ließe zudem, dass die Bildungsurlaubsquote im öffentlichen Dienst bei 2,7 Prozent und in der Privatwirtschaft bei 0,29 Prozent läge. Die höchste Quote der Inanspruchnahme von Bildungsurlaub habe in der Altersgruppe von 50 bis 60 festgestellt werden können. Auf all diese Auffälligkeiten, die zu einer insgesamt unbefriedigenden Situation geführt hätten, habe die Landesregierung bisher nur wenige Antworten geben können.


HESSEN PORTAL

Sitemap