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Pressemitteilung:

01. November 2017

Angelika Löber: Verbot von Glyphosat muss schnell kommen

Umweltschutz

Die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Angelika Löber, hat den Kompromissvorschlag der EU-Kommission zur weiteren Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat deutlich kritisiert. Sie sagte: „Der Plan, die Verwendung dieses Mittels bis zum Jahr 2022 weiterhin zu gestatten, ist völlig falsch. Es gibt ausreichend Hinweise dafür, dass Glyphosat die Gesundheit der Menschen und die Artenvielfalt weltweit bedroht. Die Fülle an Produkten, in denen mittlerweile signifikante Mengen an Glyphosat-Rückständen gefunden wurden, ist erschreckend. Und es liegt nahe, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem massenweisen Einsatz von Glyphosat und dem dramatischen Insektensterben, das sich definitiv nicht mehr leugnen lässt.” Für sie und die SPD-Fraktion im Landtag sei eindeutig, dass der Stoff schnellstmöglich aus dem Verkehr gezogen werden müsse, so Löber.

Die SPD-Umweltexpertin verwies darauf, dass die Gefahren für Mensch und Umwelt, die von dem Wirkstoff Glyphosat ausgingen, noch verstärkt würden von dessen Kombination mit anderen Chemikalien, die erforderlich seien, um das Pflanzengift überhaupt anwendbar zu machen. „Nicht einmal der Hersteller selbst kann sagen, welche Schäden die Beimischungen und Trägersubstanzen auslösen. Die bisherigen Forschungen zu Glyphosat sind unvollständig und nicht geeignet, die Produktsicherheit des Giftes zu belegen. Ganz im Gegenteil: Man muss befürchten, dass wir uns durch die großflächige Verwendung von Glyphosat in der Kombination mit verschiedenen anderen Stoffen ein globales Problem geschaffen haben, das – wenn überhaupt – nur mit einem schnellen Verbot dieser Chemikalie gelöst werden kann.“

Löber erinnerte daran, dass Glyphosat nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch auf Grünflächen, beispielsweise an Straßenrändern, eingesetzt werde. Rückstände des Pflanzengiftes seien inzwischen in vielen Lebensmitteln zu finden, aber auch in der Muttermilch. Zwar werde die weitere Zulassung des Mittels auf europäischer Ebene verhandelt, das Land Hessen habe aber einen gewissen Einfluss auf die Bundesregierung und auf die Europäische Union, den es geltend machen könne, um ein Verbot von Glyphosat zu befördern. Dies jedoch verweigere die schwarzgrüne Landesregierung beharrlich.

„CDU und Grüne haben im Hessischen Landtag einen Dringlichkeitsantrag der SPD-Fraktion zum Verbot von Glyphosat einhellig abgelehnt. Mir ist nicht klar, wie die grüne Regierungselite dieses Abstimmungsverhalten ihrer Basis erklärt haben will. Jede Chance, die EU weiter unter Druck zu setzen und auf ein Glyphosat-Verbot hinzuwirken, muss genutzt werden. Es ist längst an der Zeit die Gefahren von Glyphosat endlich ernst zu nehmen und Menschen und Natur zu schützen“, sagte Angelika Löber.

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