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Georg-August-Zinn-Preis

Georg August Zinn
Steffi Jones und Thorsten Schäfer-Gümbel bei der Preisverleihung 2010

Preis der hessischen Sozialdemokratie zur Förderung von Rechtstaatlichkeit, Demokratie und sozialem Zusammenhalt in Hessen

Der Georg-August-Zinn-Preis wird in der Regel alle zwei Jahre ausgelobt und in Höhe von 5.000 € an Personen vergeben, die sich in vorbildhafter Weise um Rechtstaatlichkeit, Demokratie und den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft verdient gemacht oder sich in anderer Weise für das Gemeinwohl eingebracht haben.

Unter den hessischen Ministerpräsidenten nimmt Georg-August Zinn (* 27. Mai 1901; † 27. März 1976) eine besondere Stellung ein. Seine 19jähre Amtszeit von 1950 bis 1969 ist bis heute unerreicht und er gilt aufgrund seines politischen Lebenswerkes als der bedeutendste hessische Ministerpräsident.


Ziel seiner Politik war der soziale Rechtsstaat. Sie war auf das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft ausgerichtet, welche sich füreinander verantwortlich fühlen sollen. Verantwortlichkeit galt ihm als die notwendige Kehrseite der Freiheit. Hieraus ergab sich seine Forderung nach einem angemessenen Gleichgewicht von Freiheit, sozialer Sicherheit und Gleichheit. Georg August Zinn wollte die Versöhnung von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Er förderte ihre gesellschaftliche Integration, Ausstattung mit gleichen Rechten und ihre Möglichkeiten zur Teilhabe am Wohlstand der Gesellschaft. Seine Politik beinhaltete auch konsequenten Antifaschismus und die strafrechtliche Verfolgung von nationalsozialistischem Unrecht.
Zusätzlich zu seinen Aufgaben im Amt wurde der Hessentag, eine jährliche Festveranstaltung des Landes, von ihm 1961 initiiert. Er hat ferner die Hessische Landeszentrale für politische Bildung gegründet.

Die Sozialdemokratie in Hessen erinnert sich mit Hochachtung und Dankbarkeit an einen großen Staatsmann, den Mitmenschlichkeit und Weitsicht, Leidenschaft und Verantwortungsgefühl gleichermaßen kennzeichnen. Deshalb ehrt die SPD in Hessen sein Andenken durch die Stiftung eines Preises, der an Menschen verliehen wird, die mit den Grundüberzeugungen und Zielen des Geehrten in Übereinstimmung stehen.

Die bisherigen Preisträger

  • 2002 Dr. Matthias Meusch für sein Werk „Von der Diktatur zur Demokratie Fritz Bauer und die Aufarbeitung der NS-Verbrechen in Hessen (1956-1968).“
  • 2005 Dr. Johanna Kübler für ihr Werk „Die Säulen der Europäischen Union: einheitliche Grundrechte? Zur Grundrechtsdivergenz zwischen der ersten und dritten Säule am Beispiel des Datenschutzes.“
  • 2007 Dr. Axel Ulrich für sein Werk „Politischer Widerstand gegen das „Dritte Reich“ im Rhein-Main-Gebiet.“
  • 2010 Steffi Jones für besondere Dienste um Fairness und Integration im Sport und in der Gesellschaft

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