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PRESSEMITTEILUNG:
26. November 2009
Koch der Woche
Interreligiöser Dialog setzt Begegnung auf Augenhöhe voraus
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Uneinsichtig sei der Ministerpräsident aber nach wie vor, wenn es um die von ihm initiierte Aberkennung des Preises an Navid Kermani gehe. "Wenn denn der interreligiöse Dialog in besonderer Weise gewürdigt werden soll, ist die Begegnung auf Augenhöhe zwingende Voraussetzung dafür", sagte der SPD-Politiker. Mit dem Hinweis auf die christlich-jüdische Prägung unseres Landes könne man aber nicht den Repräsentanten der beiden christlichen Kirchen den Vorzug geben vor einem Schriftsteller muslimischen Glaubens und diesem den Preis aberkennen. Koch habe damit eine Hierarchisierung der Religionen vorgenommen. "So etwas ist völlig inakzeptabel und konterkariert die positive Motivation bei der diesjährigen Preisverleihung", kritisierte Roth.
Dass ein Eklat vermieden werden konnte, sei allein das Verdienst der vier Preisträger, die in ihren eindrucksvollen Reden jeweils deutlich gemacht hätten, was den Kern eines gelingenden interreligiösen Dialogs ausmache. "Koch ist an diesem Kulturpreis gescheitert. Von den Herren Kermani, Korn, Lehmann und Steinacker kann der Ministerpräsident noch eine Menge lernen", so Roth.



