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PRESSEMITTEILUNG:
Wiesbaden, 18. September 2010
Gesundheitspolitik
Dr. Thomas Spies: Keinen Bonus für Billigmedizin
SPD fordert Verbot von Ertragsbonus für Krankenhauschefs
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„Der Konflikt zwischen kommerziellen Interessen und der Qualität der Behandlung hat am Patientenbett nichts verloren“, so Spies. In Krankenhäusern dürfe allein nach medizinischer Notwendigkeit gehandelt werden. Medizin sei eben kein Gewerbe und Krankenhäuser seien keine Wirtschaftsunternehmen, wenngleich natürlich auch im Krankenhaus wirtschaftlich gearbeitet werden müsse.
Spies unterstrich deshalb die Forderung der SPD-Landtagsfraktion, die diese vor kurzem in einem Eckpunktepapier beschlossen hatte, nach einem Verbot für ertragsabhängige Gehälter für Krankenhausvorstände. „Natürlich müssen gute Ärztinnen und Ärzte sowie Leitungsfunktionen im kaufmännischen Bereich anständig bezahlt werden. Allerdings verdienen Chefärzte ohnehin gut an Privatpatienten“, stellte Spies fest.
Bei der Behandlung der Patientinnen und Patienten könne es aber nur um gute Qualität gehen. „Es darf niemand ein wirtschaftliches Interesse daran haben, dass an der Versorgung gespart wird. Sonst besteht die Gefahr, dass zur Erhöhung des eigenen Profits die Behandlung eingeschränkt wird“, so Spies abschließend.



