SPD bleibt stärkste Partei in Hessen – Landesregierung hat keine Mehrheit

Zur Analyse der hessischen Bundestagswahlergebnisse erklärten die stellvertretenden SPD-Landesvorsitzenden Andrea Ypsilanti und Gernot Grumbach am Montag in Wiesbaden:

„Wir Hessen haben unseren Beitrag dazu geleistet, damit Gerhard Schröder Kanzler bleibt. Die SPD ist in Hessen deutlich stärkste Partei geworden. Damit hat die SPD ihr Wahlziel trotz leichter Einbußen, die geringer als im Bundesdurchschnitt ausgefallen sind, erreicht.

Die schwarzgelbe Koalition in Hessen hat keine Mehrheit. Die Landtagsopposition liegt deutlich über 50 Prozent der Stimmen. Das ist eine sehr gute Ausgangsbasis für die Landtagswahl am 2. Februar. Dieses Ergebnis zeigt, dass die SPD in Hessen über ein sehr großes Mobilisierungspotential verfügt. Dieses Potential wollen wir bei der Landtagswahl erneut ausschöpfen.

Roland Koch ist der Wahlverlierer in Hessen. Er konnte keines der drei von der CDU vollmundig verkündeten Wahlziele erreichen. Die CDU wurde nicht stärkste Partei, sie schaffte es nicht, das Wahlergebnis von 1998 umzukehren, sie holte nicht die angekündigten 16 Wahlkreise. Im Gegenteil: Die SPD hat in Hessen 17 von 21 Wahlkreisen geholt. Ein hervorragendes Ergebnis.

Die FDP hat ihre Wahlziele ebenfalls nicht erreicht. Die minimale Verbesserung ist gemessen an dem 18-Prozent-Anspruch marginal“