Ypsilanti: Main-Kinzig-Kreis bundesweit vorbildlich bei Integration von Sozialhilfeempfängern

„Hier gibt es ein Modell, das bundesweit als Maßstab dienen sollte“, meinte Andrea Ypsilanti. Das Modell des Ersten Kreisbeigeordneten, Erich Pipa, zeige, dass durch eine engagierte Kreispolitik Sozialhilfeempfängern neue Perspekti-ven eröffnet werden können.

Bei der Umsetzung des Hartz-Konzeptes sollte nach Meinung von Andrea Ypsilanti und Norbert Schmitt unbedingt auf die Erfahrungen des Main-Kinzig-Kreises zurückgegriffen werden. Durch die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe solle vor allem eine schnelle und passgenaue Ver-mittlung aller Arbeitslosen und erwerbsfähigen Sozialhilfeempfänger in den ersten Arbeitsmarkt erreicht werden. „Dabei sind aber funktionierende kommunale und frei gemeinnützige Strukturen der aktiven Arbeitsmarktpolitik zu erhalten.“

„Nur dort, wo solche Strukturen nicht vorhanden sind oder unzureichend funktionieren, sollte die Aufgabe von der Ar-beitsverwaltung wahrgenommen werden“, meinte Andrea Ypsilanti. „Sachnäher sind die kommunalen Strukturen; allerdings muss sichergestellt werden, dass diese auch finanziell in die Lage ersetzt werden, diese Aufgabe wahrzunehmen“, sagte die SPD-Landesvorsitzende.

Die Landesvorsitzende betonte zudem, dass die hessische SPD bei der Zusammenführung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe auf eine armutsfeste Absicherung der Empfänger der neuen Leistung oberhalb der Sozialhilfe drängt. Alles andere wäre sozial ungerecht. Auch das im Arbeitsleben erarbeitete Vermögen, das oft der Alterssicherung diene, müsse geschont werden und dürfe nicht auf das so genannte Arbeitslosengeld II angerechnet werden.