Ypsilanti: Wechsel im Parteivorsitz als Chance nutzen

Andrea Ypsilanti sagte zum ankündigten Wechsel im SPD-Vorsitz:

"Die hessische SPD nimmt den Rücktritt von Gerhard Schröder vom Parteivorsitz mit Respekt zur Kenntnis. Gerhard Schröder hat die SPD in die Regierungsverantwortung zurückgeführt und 1998 und 2002 Wahlsiege errungen. Dafür gilt ihm der Dank der gesamten Partei.

Die jetzt eingeleitete Entwicklung muss für die SPD als Chance genutzt werden, verloren gegangenes Vertrauen zurück zu gewinnen. Die SPD befindet sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt in einer der schwierigsten Situationen ihrer Nachkriegsgeschichte. Franz Müntefering genießt innerhalb und außerhalb der SPD allerhöchstes Ansehen. Mit ihm erhält die SPD die Chance, als Partei wieder stärker ihre Positionen in die deutsche Politik einzubringen.

Die SPD muss deutlich machen, dass soziale Gerechtigkeit zentrales Anliegen ihrer Politik ist. Es wird darauf ankommen, deutlich zu machen, dass starke Schultern mehr tragen können und müs-sen als schwache, z.B. durch die Einführung der Bürgerversiche-rung oder bei der Erbschafts- und Vermögenssteuer.

Der Bochumer Parteitag hat in den zentralen Bereichen der Bildungspolitik, bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen und in der Familienpolitik die richtigen Weichen gestellt. Die hessische SPD ist entschlossen mitzuhelfen und Franz Müntefering zu unterstützen, diese Beschlüsse auch in konsequentes Regierungshandeln umzusetzen. Unser Blick geht nach vorne!“