Andrea Ypsilanti (SPD): Koch predigt soziale Kälte

„Herr Koch bleibt der Hardliner in der Union und predigt soziale Kälte. Er steht unverrückbar zum CDU-Programm der letzten Bundestagswahl, also für den Abbau von Kündigungsschutz, für die Kopfpauschale im Gesundheitswesen und die Bierdeckelsteuerreform von Merz, die klar eine Umverteilung von unten nach oben bedeutet. Roland Koch bleibt das Sprachrohr des neoliberalen Sozialabbaus“, sagte Ypsilanti am Donnerstag in Wiesbaden. „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben von Roland Koch weiterhin das Schlimmste zu erwarten“

Da passe es ins Bild, dass Roland Koch immer wieder als hartnäckigster Kämpfer gegen den Mindestlohn auftrete und offensiv die Zahlung von Armutslöhnen verteidige. „Kochs Zustimmung zur Verlängerung des ALG I war offensichtlich nicht tieferer Einsicht geschuldet, sondern der Angst vor dem Sozialthema im anstehenden Landtagswahlkampf in Hessen.“

Die Äußerungen Kochs gegenüber dem SPD-Bundesvorsitzenden Beck seien schlicht unverschämt. Wenn jemand den Titel „Störenfried“ verdiene, dann nicht der SPD-Bundesvorsitzende, sondern Koch selbst.