Kahl (SPD): “Never catch a falling knife!“

Der aktuelle Kapitalbedarf der WestLB von rund 2 Mrd. € könne nicht von hessischer Seite übernommen werden. Hier sei ausschließlich das Engagement der jetzigen Eigentümer gefordert: „Hessen und die hessischen Sparkassen dürfen nicht für Düsseldorfer Fehlentscheidungen in Haftung genommen werden“, so Kahl weiter.

Er verwies darauf, dass noch immer nicht absehbar sei, wie hoch das Risiko der WestLB, resultierend aus der US-Immobilienkrise, ist. Hier komme vor allem der WestLB-Tochter Brightwater, die auch in Subprimes am US-amerikanischen Hypothekenmarkt investiert hat, besondere Aufmerksamkeit zu. „In diesem Zusammenhang ist jeder gut beraten, sich an die alte Börsenweisheit ‚never catch a falling knife’ zu halten, also bei Investments die sich im Sinkflug befinden, nicht zu früh zuzugreifen “, so Kahl.

Schließlich bedürfe es aber auch eines klaren Geschäftskonzeptes, welches die Kernkompetenzen von WestLB und Helaba vereint und somit zu Synergieeffekten führen können. „Jede Festlegung zum gegenwärtigen Zeitpunkt halte ich angesichts der für Hessen in dem Geschäft steckenden Risiken und der unklaren strategischen Positionierung für fahrlässig“, so Kahl abschließend.