Petra Fuhrmann (SPD-Zukunftsteam Soziales und Arbeit): „Hessen braucht keinen Kinderknast, sondern ein reißfestes soziales Netz“

„Koch ist“, so Fuhrmann, „nicht dumm. Er weiß genau, dass Abschreckung, Drohung mit längeren Strafen und Kinderknast keine einzige Straftat verhindern. Er weiß auch, dass ihm in seinem ehrgeizigen Wettlauf um den Titel des brutalstmöglichen Haushaltssanierers große Teile des hessischen Präventionsangebotes zum Opfer gefallen sind. Diese ‚Kollateralschäden’ fallen ihm jetzt in Form der höchsten Jugendkriminalitätsrate aller deutschen Bundesländer auf die Füße. Das wird man wohl kaum eine geglückte Operation für eine sichere Zukunft nennen können. Darüber hinaus hat er Schulden ohne Ende produziert, also doppelt versagt.“ Im Übrigen seien die jetzigen jugendlichen Straftäter zu seinem Regierungsantritt noch in Kindertagesstätte oder Grundschule gewesen, sie seien also ein „Produkt" seiner falschen Politik.

Was Not tue, so Fuhrmann, sei die Wiederherstellung eines funktionsfähigen sozialen Netzes in Hessen. Kinder, Jugendliche und Familien in Problemsituationen bräuchten professionelle Hilfe, verlässliche Anlauf- und Beratungsstellen und jene Unterstützung, die zur Vorbeugung krimineller Karrieren nötig sei. Deshalb werde eine von Andrea Ypsilanti geführte SPD-Landesregierung ein Sozialbudget von 35 Millionen Euro auflegen, um gemeinsam mit Kommunen, Kirchen und den Wohlfahrtsverbänden ein neues soziales Netz zu knüpfen. Dabei müsse und werde auch die Jugendhilfe eine herausragende Rolle spielen.

„Das Wahlkampfgetöse Kochs geht nicht nur an den Realitäten vorbei“, so Fuhrmann. „Es zerstört auch mühsam errungene Integrationserfolge und das Vertrauen vieler junger Menschen in ein Gemeinwesen, das schließlich auch das ihre ist.“