Wahlergebnis aufarbeiten. Neuaufbau beginnen.

Liebe Wählerinnen und Wähler! Liebe Genossinnen und Genossen!

Die Landtagswahl am 18. Januar hat für die hessische SPD eine klare Niederlage ergeben. Daran gibt es nichts zu deuteln. Sie war ein "Denkzettel" für das vergangene Jahr. Ein Teil der Wählerinnen und Wähler hat der SPD offenbar nicht verziehen, dass wir den Versuch unternommen haben, nach dem schwierigen Wahlergebnis vom 27. Januar eine Minderheitenregierung zu bilden. Ein anderer Teil war enttäuscht, dass uns dieses Vorhaben nicht gelungen ist und damit der beabsichtigte Politikwechsel ausblieb.

Andrea Ypsilanti hat – wie bereits auf dem Landesparteitag angekündigt – die Verantwortung für dieses Wahlergebnis übernommen. Sie ist von ihren Ämtern als Landes- und Fraktionsvorsitzende zurück getreten und hat mich als ihren Nachfolger vorgeschlagen. Ich bin bereit, diese Ämter zu übernehmen. Andrea Ypsilanti hat die Verantwortung für ein Wahlergebnis übernommen, das die hessische Sozialdemokratie gemeinsam zu vertreten hat. Dafür gebührt ihr der Respekt der Partei und auch mein ganz persönlicher Respekt.

Jetzt gilt es, alle Kraft in den Neuaufbau zu stecken. Unsere Ideen und unser Programm haben einen wichtigen Platz in dieser Gesellschaft – nichts davon ist durch den Wahlausgang falsch geworden. Wir nehmen unsere Aufgabe als Opposition an und werden in dieser Rolle der Regierung kritisch auf die Finger schauen und selbst mit parlamentarischen Initiativen für eine fortschrittliche Politik streiten.

Eins ist klar: Wir müssen das Ergebnis aufarbeiten. Schon heute lässt sich sagen, dass sich die unterschiedlichen Gruppen der Partei stärker integrieren müssen. Das ist nicht nur eine Aufgabe der politischen Führung, sondern jede und jeder muss dazu einen Beitrag leisten. Gute Politik ist eine Mannschaftsleistung.

Ich danke allen, die sich trotz schlechter Ausgangsbedingungen so kämpferisch und selbstlos im Wahlkampf engagiert haben. Als Spitzenkandidat konnte ich auf viele Helferinnen und Helfer zählen, die auch noch bei minus 18 Grad raus gegangen sind, um für ihre Partei zu kämpfen. Ich weiß, dass ich auf Euch zählen kann, dafür ein großes Dankeschön.

Ihr und Euer
Thorsten Schäfer-Gümbel

Der Neuaufbau der SPD Hessen beginnt:
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