Michael Roth: Friedrich Merz wäre Piranha im Goldfischbecken

„Der Marktradikale Friedrich Merz passt genauso wenig in die EU-Kommission wie ein Piranha ins Goldfischbecken“, sagte heute der Generalsekretär der hessischen SPD, Michael Roth, und kritisierte die CDU-Bundesspitze für die von ihr ausgelöste, völlig unwürdige Debatte um die Besetzung der EU-Kommission.

Das soziale Europa, ein Herzstück europäischer Politik und von großer Bedeutung für die Akzeptanz der EU in der Bevölkerung, wäre durch den bekennenden Turbo-Kapitalismus-Fan Friedrich Merz (CDU) massiv bedroht. „Der Mann ist nicht ohne Grund auf den Hinterbänken der Union gelandet. Man sollte ihn dort sitzen lassen“, so Roth.

„Wir Sozialdemokraten haben unseren Vorschlag gemacht: Martin Schulz wäre der geeignete Kandidat für den deutschen EU-Kommissar. Anstatt sich jedoch mit uns ins Benehmen zu setzen, startet die CDU-Vorsitzende in der eigenen Partei ein Windhundrennen nach Brüssel und stößt damit Freund und Feind vor den Kopf. Nach dem amtsmüden Roland Koch wird nun mit Merz ein abgehalfterter Politiker ins Spiel gebracht. Vielleicht folgen demnächst noch Edmund Stoiber oder Manfred Kanther? So kann man das nicht machen“, kritisierte Roth.