Nein zu Biblis B als Kaltreserve

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Die Berichterstattung in der heutigen Frankfurter Rundschau, wonach es immer wahrscheinlicher werde, dass das hessische AKW Biblis B als Kaltreserve ausgewählt und damit nicht, wie die anderen 7 deutschen Altreaktoren abgeschaltet bleibe, hat der atompolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Norbert Schmitt als klaren Beweis dafür gewertet, dass die Landesregierung insgeheim immer noch nach den Maßgaben ihrer atomfreundlichen Politik handelt. „Während Bayern und Baden-Württemberg der FR zufolge das Wiederanfahren der AKW bereits vorbeugend abgelehnt haben, wurde dies in Hessen völlig versäumt. Man könnte fast meinen, dass die Hessische Landesregierung Biblis B der Netzagentur gerade zu anbietet. Offenbar stellt sie das Profitstreben von RWE vor die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger“, sagte Schmitt. Die SPD werde dies zum Thema der Aktuellen Stunde in der kommenden Parlamentswoche machen.

Dabei sei Biblis B in doppelter Hinsicht ungeeignet. „Es ist nicht nur völlig unverantwortlich und auch technisch fragwürdig, ausgerechnet ein Atomkraftwerk als Kaltreserve zu nutzen, da es die Lasten gar nicht flexibel ausgleichen kann. Ein Gaskraftwerk wäre hier deutlich sinnvoller“, so Schmitt. Zudem habe die Rundschau sei Biblis der pannenanfälligste Reaktor Deutschlands – insbesondere beim Hochfahren käme es immer wieder zu Störfällen, dabei auch eine Reaktor-Schnellabschaltung. „Biblis B darf nicht mehr ans Netz!“