Deutschland braucht den Restaurant-TÜV

Die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Petra Fuhrmann, hat den Beschluss des SPD-Parteitags zur bundesweiten Einführung der „Hygieneampel“ in der Gastronomie begrüßt. Nachdem Ankündigungsministerin Aigner ihrem Versprechen auf der Ministerkonferenz im Mai, mehr Transparenz für Verbraucher und Verbraucherinnen durch eine Ampel-Kennzeichnung von Gastronomiebetrieben zu schaffen, kaum Taten folgen gelassen habe, sei es wichtig, dass die sozialdemokratischen Fraktionen das Thema jetzt wieder in den Parlamenten aufgriffen und die Einführung forcierten, sagte die SPD-Politikerin.

Die SPD-Landtagsfraktion trete seit langem für den Hygienesmiley als ein wichtiges Transparenzinstrument ein. Der „Smiley“-Bericht, wie er in Dänemark an jeder Eingangstür – von der Imbissbude bis zum Nobelrestaurant – hänge, sei richtig, um Verbraucher zu informieren und vor unhygienischen Betrieben zu schützen. „Ein Gütesiegel in Form eines Smileys oder einer Ampel ist nicht nur ein wirksames Abschreckungsinstrument, um die Spreu vom Weizen zu trennen, sondern auch ein sinnvolles Wettbewerbsinstrument, das Schmuddel vom Markt drängt und saubere Betriebe mit einem Gütesiegel belohnt“, ist Fuhrmann überzeugt.

Sie forderte Verbraucherschutzministerin Puttrich auf, ihrem zuletzt im September bekräftigten Versprechen, mehr Transparenz per Gastro-TÜV zu schaffen, endlich Taten folgen zu lassen. Die Einführung solange zu blockieren, bis eine Einigung der Länder herbeigeführt sei, spreche nicht für Tatendrang, sondern für eine Hinhalte- und Verhinderungstaktik.