Rentsch gesteht Versäumnisse der Landesregierung ein

Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Uwe Frankenberger hat die Aussagen des neuen Wirtschaftsministers Rentsch zu Schallschutzmaßnahmen am Frankfurter Flughafen als „alten Hut“ bezeichnet. „Die Idee, über lärmabhängige Start- und Landeentgelte und leisere Triebwerke für eine Lärmentlastung der Region zu sorgen, gibt es schon seit Jahren. Sie war bereits Bestandteil des Mediationsergebnisses von 2001. Eine solche Maßnahme ist überfällig“, sagte der SPD-Politiker am Samstag in Wiesbaden. Diese Regelung hätte – eingebettet in Gesamtschallschutzkonzept – vor Eröffnung der neuen Landebahn umgesetzt sein müssen. „Rentsch hinkt im Takt der Landesregierung den Entwicklungen hinterher“, so Frankenberger.

Als deutliches Eingeständnis der Versäumnisse der Landesregierung wertete SPD-Verkehrspolitiker Rentschs Äußerung, man haben, in der Vergangenheit zu wenig Wert darauf gelegt, technischen Schallschutz auch zu nutzen. „Rentsch keilt gegen den Ministerpräsidenten, der ja für die Tatlosigkeit der Landesregierung beim aktiven Schallschutz verantwortlich ist. Setzt er damit den nächsten Spaltpilz in der schwarz-gelben Koalition?“, so Frankenberger.