Basketball-Star Henning Harnisch kommt in das Regierungsteam von Thorsten Schäfer-Gümbel

Bild: Götz Schleser

Thorsten Schäfer-Gümbel hat heute in Wiesbaden ein weiteres Mitglied seines Regierungsteams vorgestellt: Der frühere Basketball-Profi und heutige Sportmanager Henning Harnisch verstärkt das Team als Beauftragter für Sport und Teilhabe.

Bei der Vorstellung des neuen Teammitglieds am Freitag in Wiesbaden betonte Schäfer-Gümbel die Bedeutung des Sportes für die Gesellschaft: „Hessen hat über 8000 Sportvereine und viele sportliche Initiativen, die ohne die klassische Vereinsstruktur arbeiten. Dazu kommen Zehntausende, die ihrem Sport individuell nachgehen. Man könnte also annehmen, dass alles in Ordnung sei. Das ist aber nicht so. Immer mehr Kinder können bei der Einschulung nicht schwimmen, nicht rückwärts laufen und keinen Purzelbaum schlagen. Die Mitgliederzahlen der Vereine gehen ebenso zurück wie die Bereitschaft zur ehrenamtlichen Arbeit im Sportverein. In den Schulen fehlen Sportlehrerinnen und Sportlehrer, in den Kommunen fehlen Sporthallen, Schwimmbädern und das entsprechende Personal für deren Betrieb. Um das zu ändern, möchte ich einerseits bei den Hessinnen und Hessen die Begeisterung für den gemeinschaftlichen Sport neu entfachen und andererseits die öffentlichen Träger animieren, Vereine und Sportstätten mit neuen Modellen zu unterstützen. Denn nur auf einer breiten Basis kann der Sport seine Bindungswirkung für die Gesellschaft entfalten und seine Kraft für das individuelle Wohlergehen wieder richtig zur Geltung bringen. Und ich kenne niemanden, dessen Leidenschaft für jede Form von Sport ansteckender ist als die von Henning Harnisch. Deswegen freue ich mich sehr, dass er jetzt Mitglied meines Teams ist.“

Harnisch selbst kündigte an, bis zur Landtagswahl dreimal jeweils zwei Wochen durch Hessen zu reisen, um mit Lehrern, Erziehern, Trainern und Vereinsaktiven über Sport und Sporterziehung zu diskutieren und seine Idee vom Sport für alle zu bewerben. „Überalterung, Unterfinanzierung und ein Freizeitverhalten, das statt auf die Mannschaft – also die Gruppe – ganz auf den Einzelnen setzt, fordern den klassischen Vereinssport heraus. Dabei lernt man nirgendwo mehr über Gemeinschaft, Konfliktlösung und den Umgang mit Erfolg und Niederlage als beim Sport mit anderen“, sagte Harnisch. Er sei froh, dass er die Möglichkeit bekomme, in seinem Geburtsland Hessen für seine Idee vom Sport für alle zu werben. Denn: „Auch der Sport hat eine politische Komponente, die für den Zusammenhalt in der Gesellschaft steht. Das ist umso wichtiger in Zeiten, in denen Populismus von rechts und links versucht, uns zu spalten. Den Versuchen, die Menschen aufzuwiegeln und gegeneinander in Stellung zu bringen, möchte ich mit meinen Mitteln in meinem Fachgebiet einen positiven Entwurf gegenüberstellen“, sagte Henning Harnisch.

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